IR-Mitteilung

21.02.2007

Vorläufige Kennzahlen 2006: Aareal Bank ist „back on track“

  • Betriebsergebnis erreicht 160 Mio. €
  • Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter von 107 Mio. € entspricht Netto-RoE von 10,1%
  • NPL-Portfolio auf 643 Mio. € abgebaut
  • Neugeschäftsziel mit 9,9 Mrd. € deutlich übertroffen

Wiesbaden, 21. Februar 2007 – Die Aareal Bank Gruppe hat die operative Umsetzung der strategischen Neuausrichtung, die in einem Sechs-Punkte-Programm niedergelegt war, früher als geplant abgeschlossen. Mit einem Betriebsergebnis von 160 Mio. € für das abgelaufene Geschäftsjahr erfüllte sie ihr bereits im November angehobenes Ziel in vollem Umfang. Davon entfielen 38 Mio. € auf das vierte Quartal 2006, was im Vergleich zur Vorjahresperiode eine fast 50%ige Steigerung bedeutet.

Nach vorläufigen Zahlen beläuft sich der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter auf 107 Mio. €. Dies entspricht einem Netto-RoE von 10,1%. Die Kernkapitalquote nach BIZ verbessert sich auf 7,3% nach 7,1% zum Vorjahresultimo.

„Auf unsere Leistung sind wir sehr stolz. Wir sind deutlich schneller als ursprünglich geplant ‚back on track’. Insbesondere der systematische Ausbau des Neugeschäfts, die nachhaltige Reduzierung unseres NPL-Portfolios und die konsequente Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen haben zu einer wesentlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Bank geführt,“ so Dr. Wolf Schumacher, Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank.

Das Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung konnte von 7,1 Mrd. € um fast 40% auf 9,9 Mrd. € gesteigert werden. Es lag deutlich über dem ebenfalls im November angehobenen Jahresziel von mehr als 8 Mrd. €. Auf das internationale Geschäft entfielen davon insgesamt 84%. Damit konnte die Aareal Bank ihr Kreditportfolio noch stärker regional diversifizieren und ihre Marktstellung als ein führender internationaler Immobilienfinanzierer mit einem hohen Maß an Branchen- und Marktexpertise weiter ausbauen.

Auch beim Abbau von Non Performing Loans (NPL) konnte die Aareal Bank bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Ziel übertreffen. Nach zwei Portfolio-Transaktionen und mehreren Einzelverkäufen wurde schon im September die Zielmarke von 1 Mrd. € unterschritten. Der NPL-Bestand wurde von 2.085 Mio. € zum 31.12.2005 auf
643 Mio. € am 31.12.2006 reduziert. Damit befindet sich die Aareal Bank wieder im normalisierten Bereich. Dies spiegelt sich auch in der Risikovorsorge im Kreditgeschäft wider. Sie liegt mit 89 Mio. € innerhalb des prognostizierten Zielkorridors.

Weitere Schwerpunkte der Neuausrichtung lagen auf der Fokussierung der Kernkompetenzen, dem Abverkauf von nicht strategiekonformen Assets und der Optimierung der Organisationsstruktur der Aareal Bank Gruppe. Darüber hinaus wurden in der Berichtsperiode die Bereinigung des Beteiligungsportfolios und die Etablierung effizienterer Prozesse abgeschlossen.

„Wir haben viel geleistet. Dies versetzt uns in die Lage, dass wir deutlich früher als ursprünglich geplant auf einen Wachstumskurs einschwenken können. Mit der wiedererlangten Dividendenfähigkeit, einer verbesserten Kapitalausstattung und der Heraufstufung durch Fitch Ratings und unserer flexiblen Unternehmensstruktur sind wir für die Zukunft sehr gut gerüstet,“ so Schumacher weiter.

Erläuterungen zur vorläufigen GuV des 4. Quartals 2006

Der Zinsüberschuss lag mit 92 Mio. € im vierten Quartal 2006 unter dem Vorjahresniveau von 97 Mio. €. Gründe dafür waren der Rückgang der Risikoaktiva aus dem verstärkten Abbau des nicht strategiekonformen Geschäfts und Effekte aus den Verbriefungstransaktionen, die spiegelbildlich zu einer Entlastung des Handelsergebnisses geführt haben.
Die Risikovorsorge wird mit 23 Mio. € ausgewiesen. Damit summiert sich der Jahreswert auf 89 Mio. € und liegt innerhalb des prognostizierten Zielkorridors.

Der Provisionsüberschuss liegt mit 34 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 47 Mio. €, in dem allerdings noch Tochtergesellschaften enthalten waren, die zwischenzeitlich verkauft worden sind.

Das Handelsergebnis beläuft sich auf 7 Mio. € (Vorjahr: -11 Mio. €). Aufwendungen für Kreditderivate zur Portfolioabsicherung werden durch deutlich positive Bewertungen von Stand Alone-Derivaten überkompensiert.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 27 Mio. € ist vor allem auf die erzielten Ergebnisse aus Wertpapieren des Available for Sale-Bestands sowie auf Erlöse aus der Endkonsolidierung und dem Verkauf von Tochtergesellschaften zurückzuführen. Dem steht ein negatives Ergebnis von 12 Mio. € aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gegenüber.

Der Verwaltungsaufwand ist deutlich um 12,9% auf 88 Mio. € zurückgegangen. Darin spiegeln sich die Erfolge unserer Neuausrichtung klar wider.
Nach Berücksichtigung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses in Höhe von -2 Mio. € ergibt sich im vierten Quartal ein Betriebsergebnis von 38 Mio. €. Der Jahreswert beläuft sich damit auf 160 Mio. € und bestätigt unser im November 2006 hoch gesetztes Ziel.

Im Steuerergebnis führt eine im vierten Quartal eingebuchte Steuerforderung (abgezinstes Körperschaftsteueranrechnungsguthaben aus Vorjahren) trotz des Anstiegs der steuerpflichtigen inländischen Erträge dazu, dass lediglich ein Ertragsteuersaldo in Höhe von 1 Mio. € ausgewiesen wird.

Das laufende Ergebnis der veräußerten Asset Management Gesellschaften in Höhe von 1 Mio. € ist saldiert (inkl. Steuern) in der Position Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen unter dem Betriebsergebnis dargestellt.

Der Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter beläuft sich damit auf 38 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung von 58,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Nach Anteilen Dritter werden 34 Mio. € ausgewiesen. Dies bedeutet eine Steigerung von 70%.