Entscheider-Umfrage: Corona führt zu Digitalisierungsschub bei Prozessen und in der Kundenkommunikation

Die Corona-Pandemie wirkt in der deutschen Immobilien-, Energie- und Startup-Wirtschaft als Digitalisierungstreiber. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Aareal Bank unter Entscheidern und Mitarbeitern von Unternehmen der drei Branchen vom 8. April bis 10. Mai 2020.

  • 6 von 10 Befragten (rund 61 Prozent) rechnen zukünftig mit einer stärkeren Digitalisierung der Kundenkommunikation
  • Fast zwei Drittel (rund 64 Prozent) wünscht sich mehr digitale Prozesse über Branchengrenzen hinweg
  • Wohnungswirtschaft und Startups bereits vielfach auf digitales Arbeiten vorbereitet – Energiewirtschaft oft noch im Aufbau

Wiesbaden, 09. Juli 2020 – Die Corona-Pandemie wirkt in der deutschen Immobilien-, Energie- und Startup-Wirtschaft als Digitalisierungstreiber. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Aareal Bank unter Entscheidern und Mitarbeitern von Unternehmen der drei Branchen vom 8. April bis 10. Mai 2020. Mehr als jeder Fünfte (rund 21 Prozent) der rund 1.400 Befragten aus der Wohnungs-, Energie- und Startup-Wirtschaft gibt zu Protokoll, dass sein eigenes Unternehmen nicht ausreichend darauf vorbereitet war, interne Prozesse digital durchzuführen. Fast die Hälfte der Teilnehmer (rund 48 Prozent) sagt zudem, dass die digitale Transformation in ihrem Unternehmen in der Corona-Krise wichtiger geworden ist.

Zukunft der Kommunikation ist digital

Wie stark die Krise die digitale Transformation in den drei Branchen befeuert, zeigt sich am Beispiel der Kommunikation: Rund 61 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass – bedingt durch die Erfahrungen während des weitgehenden deutschlandweiten Lockdowns – in Zukunft der Austausch mit Kunden vermehrt digital stattfinden wird. Gut ein Viertel (rund 26 Prozent) gibt in diesem Zusammenhang an, Maßnahmen zur digitalen Kundenkommunikation (zum Beispiel Webinare) einführen oder ausbauen zu wollen. Auch auf unternehmensinterne Arbeitsweisen dürfte sich die neue Art der Zusammenarbeit auswirken: Mehr als ein Drittel der Befragten (rund 34 Prozent) plant, in ihrer Firma digitale Meetings und die Zusammenarbeit mittels digitaler Tools einzuführen oder auszubauen.

Prozesse: Digital, automatisiert – und über Branchengrenzen hinweg

Auch auf das Thema Prozesseffizienz wirft die Corona-Krise ein Schlaglicht. Die Umfrageergebnisse weisen insbesondere bei der Zusammenarbeit über die eigenen Unternehmens- und Branchengrenzen auf Verbesserungspotenzial hin: Rund 64 Prozent der Befragten wünschen sich, dass branchenübergreifende Prozesse in Zukunft vermehrt digital ablaufen. Doch auch bei unternehmensinternen Prozessen sehen viele Teilnehmer noch Luft nach oben: Rund 36 Prozent berichten, dass in ihrem Unternehmen geplant ist, die Digitalisierung von Prozessen voranzubringen. Und gut 23 Prozent gehen davon aus, dass ihr Unternehmen die Automatisierung von Arbeitsschritten in ihrer Firma plant.

Blick in die Branchen offenbart Digitalisierungsgefälle

Ein Blick in die einzelnen Branchen weist auf deutliche Unterschiede hinsichtlich des Digitalisierungsgrads hin: Viele Entscheider aus der Wohnungswirtschaft (rund 67 Prozent) und Start-up-Branche (rund 63 Prozent) gaben an, dass ihr Unternehmen gut darauf vorbereitet war, wichtige Prozesse in der Corona-Pandemie digital durchzuführen. Anders in der Energiewirtschaft: Dort bestätigt nur die Hälfte (rund 52 Prozent) der befragten Entscheider – und damit rund zehn Prozent weniger – eine ausreichende Prozessdigitalisierung in der Corona-Pandemie.

Umgekehrt geben in der Energiewirtschaft mit rund 63 Prozent die weitaus meisten Entscheider an, dass die digitale Transformation durch Corona in ihrem Unternehmen einen zusätzlichen Schub bekommen hat. In der Wohnungswirtschaft und Startup-Branche bestätigen das mit rund 45 und rund 42 Prozent ca. 20 Prozent Befragte weniger.

Meetings, Zusammenarbeit und Prozesse werden digitaler

Wie werden die Unternehmen ihre Erfahrungen aus der Corona-Pandemie in Maßnahmen übersetzen? Die Entscheider der Energiewirtschaft sehen besonders dringenden Bedarf bei der Umsetzung von digitalen Meetings und digitaler Zusammenarbeit: Rund 46 Prozent wollen in ihrem Unternehmen entsprechende Maßnahmen vorantreiben. Zum Vergleich: In der Startup-Branche planen rund 37 Prozent und in der Wohnungswirtschaft nur rund 32 Prozent der Entscheider, die digitale Kooperation weiter auszubauen. Auch die Digitalisierung von Arbeitsabläufen steht bei vielen Firmen auf dem Programm: Mehr als ein Drittel der Entscheider (rund 35 Prozent) in Startups will die Prozessdigitalisierung im eigenen Betrieb weiter forcieren, genauso rund ein Drittel der Befragten der Wohnungswirtschaft (rund 32 Prozent) und Energiewirtschaft (rund 30 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Umfrage finden Sie in unserer Infografik.

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