Pressemitteilung

06.08.2026

Aareal Bank zum Halbjahr gut auf Kurs

  • Bereinigtes Betriebsergebnis von 208 Mio. €
  • Zinsüberschuss gestiegen, getrieben von Kredit- und Einlagenwachstum
  • Gesamtrisikovorsorge im Rahmen der Erwartungen
  • Effiziente Kostenkontrolle und sehr niedrige Cost-Income-Ratio
  • Wohnungswirtschaftliche Einlagen steigen erstmals über 15 Mrd. €
  • Starkes Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung im ersten Halbjahr
  • Sehr solide Kapital- und Liquiditätsquoten
  • Strategie Aareal Ambition schreitet planmäßig voran

 

Wiesbaden, 6. August 2026 – Die Aareal Bank hat das erste Halbjahr mit einem bereinigten Betriebsergebnis von 208 Mio. € (H1 2025: 223 Mio. €) abgeschlossen und damit ein gutes Ergebnis erzielt. Einschließlich Einmalkosten für Effizienzmaßnahmen und Investitionen in IT-Infrastruktur belief sich das Betriebsergebnis auf 199 Mio. € (H1 2025: 208 Mio. €).

 

„Unsere Zahlen im ersten Halbjahr zeigen die Stärke unseres ausbalancierten Geschäftsmodells mit zwei erfolgreichen Kundenbereichen. Sowohl das Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung als auch die Einlagen aus der Wohnungswirtschaft haben sich sehr erfreulich entwickelt.”

Dr. Christian Ricken, Vorstandsvorsitzender

 

Der Zinsüberschuss lag im ersten Halbjahr bei 474 Mio. € (H1 2025: 473 Mio. €) und stieg damit trotz des im Vorjahresvergleich niedrigeren Zinsumfelds. Grund dafür sind das höhere Kreditportfolio und das deutlich gestiegene durchschnittliche Einlagenvolumen der Bank. 

Die Gesamtrisikovorsorge lag mit 127 Mio. € mit Blick auf die Gesamtjahresentwicklung im Rahmen der Erwartungen (H1 2025: 116 Mio. €). Vor dem Hintergrund eines weiterhin herausfordernden und von geopolitischen Spannungen geprägten Umfelds erwies sich die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr insgesamt als widerstandsfähig. Die Aareal Bank geht davon aus, dass die geopolitische und makroökonomische Situation weiterhin volatil bleiben wird.

Ihr aktives Management leistungsgestörter Kredite (NPLs) setzte die Aareal Bank konsequent fort, so dass das Volumen trotz des angespannten Marktumfelds per 30. Juni 2026 mit 1,17 Mrd. € annähernd  konstant blieb (31.12.2025: 1,15 Mrd. €). Die Aareal Bank strebt weiterhin den Abbau ihres NPL-Volumens auf unter einer Milliarde Euro bis Jahresende 2026 an.

Aufgrund einer anhaltend effizienten Kostenkontrolle und positiven Effekten aus Effizienzmaßnahmen sank der bereinigte Verwaltungsaufwand auf 155 Mio. € (H1 2025: 162 Mio. €). Insgesamt fielen im ersten Halbjahr 9 Mio. € an Einmalkosten an (H1 2025: 15 Mio. €). Die Cost-Income-Ratio der Bank lag ohne Sonderaufwendungen bei 31 Prozent und damit weiterhin auf einem auch im internationalen Vergleich sehr niedrigen Niveau.

In den sonstigen Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung, die Effekte aus Bewertungsveränderungen und Rückzahlungen beinhalten, ergab sich ein Ergebnis von 23 Mio. € (H1 2025: 25 Mio. €). Das Vorjahresergebnis beinhaltete einen Einmalertrag in Höhe von rund 20 Mio. € aus dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierung eines NPL-Altfalls.

Nach Abzug von Steuern und Verzinsung der AT1-Anleihe belief sich das Nettoergebnis auf 126 Mio. € (H1 2025: 133 Mio. €). Die bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern lag bei 8,3 Prozent (H1 2025: 9,1 Prozent).

Die Kapitalausstattung blieb weiterhin auf einem sehr soliden Niveau. Die harte Kernkapitalquote (Basel IV CET1 Quote fully-phased) lag zum 30.06.2026 bei 15,6 Prozent (31.12.2025: 15,5 Prozent). Die Gesamtkapitalquote (Basel IV fully-phased) belief sich auf 21,1 Prozent (31.12.2025: 21,1 Prozent). 

Die Aareal Bank war auch im ersten Halbjahr mit Refinanzierungsaktivitäten am Kapitalmarkt aktiv. Insgesamt wurden 1,7 Mrd. € erfolgreich am Kapitalmarkt platziert, insbesondere drei Pfandbrief-Benchmark-Transaktionen, darunter auch der erste grüne Pfandbrief der Bank mit einem Volumen von 625 Mio. €. Die Liquiditätsquoten LCR und die NSFR lagen mit 201 bzw. 115 Prozent weiterhin auf einem sehr soliden Niveau.

 

Entwicklung der Geschäftssegmente

Im Segment Banking & Digital Solutions (BDS) wuchs das Einlagenvolumen von Kunden aus der Wohnungs- und Energiewirtschaft, wie in der Strategie Aareal Ambition angelegt, weiter und überschritt im Monat Juni erstmals die 15-Milliarden-Euro-Marke. Im zweiten Quartal stieg das Volumen auf durchschnittlich 14,8 Mrd. € (Q2 2025: 14,0 Mrd. €). Im gesamten ersten Halbjahr betrug es durchschnittlich 14,7 Mrd. € (H1 2025: 13,7 Mrd. €). Einschließlich der Retail-Einlagen lag das durchschnittliche Gesamteinlagenvolumen im ersten Halbjahr bei 17,5 Mrd. € (H1 2025: 17,1 Mrd. €). 

Das starke Einlagengeschäft stärkt die Refinanzierungsbasis der Aareal Bank. Zudem entwickelt sich BDS zunehmend zu einem bedeutenden Ertrags- und Stabilitätsanker der Gruppe. Der im Segment generierte Zinsüberschuss verbesserte sich trotz des allgemein niedrigeren Zinsniveaus im ersten Halbjahr aufgrund des höheren durchschnittlichen Einlagenvolumens um 10 Prozent auf 125 Mio. € (H1 2025: 114 Mio. €). 

BDS treibt seine mit Aareal Ambition angekündigte Internationalisierung weiter voran und erschließt sich zusätzliche Wachstumschancen über den deutschen Kernmarkt hinaus. Nach dem Markteintritt in den Niederlanden konnten dort erste Kunden gewonnen werden. 

Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen (SPF) entwickelte sich das Neugeschäft und die Portfolioentwicklung strategiegemäß. Das Volumen von Prolongationen und neu ausgereichten Krediten lag im ersten Halbjahr bei insgesamt 4,7 Mrd. € (H1 2025: 4,7 Mrd. €). Ein Schwerpunkt der Neugeschäftsaktivitäten lag auf länderübergreifenden Portfolien und im Hospitality-Sektor. Auf die Erstkreditvergabe entfielen 2,9 Mrd. € (H1 2025: 2,8 Mrd. €), bei weiterhin guten Margen und niedrigen Beleihungsausläufen. Die durchschnittliche Bruttomarge lag bei 242 Basispunkten (GJ 2025: 234 Basispunkte). Die durchschnittlichen Beleihungsausläufe betrugen konservative 55 Prozent (GJ 2025: 57 Prozent). Neue Kredite wurden im ersten Halbjahr fast ausschließlich in Europa ausgereicht, in den USA wurden nur Prolongationen getätigt. 

Das Portfoliovolumen belief sich per 30.06.2026 auf 34,4 Mrd. € (31.12.2025: 34,3 Mrd. €; 30.06.2025: 32,4 Mrd. €) und lag damit auf dem Niveau der Zielmarke für das Gesamtjahr von rund 34 Mrd. €. Die Portfoliokennzahlen blieben auf einem konservativen Risikoniveau: Der durchschnittliche Beleihungsauslauf im Portfolio betrug 56 Prozent (31.12.2025: 56 Prozent), der durchschnittliche Yield-on-debt 9,9 Prozent (31.12.2025: 9,7 Prozent). Das Volumen des US-Geschäfts konnte wie geplant weiter reduziert werden. Mit der Berufung von Caroline Mahl Patel zum CEO der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Aareal Capital Corporation wurde der strukturelle Umbau des US-Portfolios zu mehr Living- und Hospitality-Finanzierungen vorangetrieben. 

Im zweiten Quartal finanzierte die Aareal Bank unter anderem ein paneuropäisches Hotelportfolio der Pandox AB mit einem Volumen von 406 Mio. €. Das Portfolio umfasst 13 Hotelimmobilien mit über 3.400 Zimmern in Amsterdam, Wien, Brüssel, München, Hamburg, Frankfurt, Köln und Salzburg. Teile der Finanzierung wurden als Green Loan strukturiert.

 

Ausblick

Die Aareal Bank strebt an, die Geschäftsdynamik beizubehalten, um ihre Jahresziele zu erreichen. Zukünftige makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten lassen sich jedoch naturgemäß weiterhin schwer abschätzen.

 

Ansprechpartner für Investoren:

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Telefon: +49 611 348 3009
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