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Aareal Bank Gruppe schließt Geschäftsjahr 2014 mit Rekordergebnis ab – Erhöhung der Dividende von 0,75 € auf 1,20 € je Aktie vorgeschlagen

Die Aareal Bank Gruppe hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Das Konzernbetriebsergebnis hat sich nach vorläufigen, nicht testierten Zahlen mit 436 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (198 Mio. €) mehr als verdoppelt.

  • Konzernbetriebsergebnis nach starkem vierten Quartal mit 436 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €) leicht über der zuletzt im November angehobenen Prognose – Konzerngewinn mit 294 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €) mehr als verdreifacht
  • RoE vor Steuern steigt ohne Zugangsgewinn aus Corealcredit-Erwerb auf 11,1 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent)
  • Ursprüngliches Neugeschäftsziel im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen mit 10,7 Mrd. € deutlich übertroffen – höher als erwartet ausgefallene vorzeitige Kreditrückzahlungen überkompensiert
  • Vorstandsvorsitzender Dr. Wolf Schumacher: „Wir haben beste Voraussetzungen, um die Aareal Bank Gruppe nachhaltig positiv weiterzuentwickeln“

Wiesbaden, 25. Februar 2015 – Die Aareal Bank Gruppe hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Das Konzernbetriebsergebnis hat sich nach vorläufigen, nicht testierten Zahlen mit 436 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (198 Mio. €) mehr als verdoppelt. Damit wurde auch die zuletzt im November 2014 nochmals auf 420 bis 430 Mio. € angehobene Ergebnisprognose leicht übertroffen. Zu dem kräftigen Anstieg des Konzernbetriebsergebnisses hat ein positiver Einmaleffekt aus dem zum 31. März 2014 abgeschlossenen Erwerb der COREALCREDIT BANK AG (Corealcredit) beigetragen, der sich zum Jahresende aus Bewertungsgründen noch leicht von 152 Mio. € auf letztlich 154 Mio. € erhöhte. Das um diesen Effekt bereinigte Konzernbetriebsergebnis betrug 282 Mio. € und lag damit um gut 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Im vierten Quartal erzielte die Aareal Bank Gruppe ein Konzernbetriebsergebnis von 86 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €). Damit war das Schlussquartal 2014 das operativ bisher mit Abstand stärkste Quartal der Aareal Bank Gruppe. Der Konzerngewinn hat sich im Gesamtjahr mit 294 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €) mehr als verdreifacht, davon entfielen 35 Mio. € auf das vierte Quartal (Q4/2013: 27 Mio. €).

Getragen wurde die positive operative Ergebnisentwicklung vor allem von dem erneuten starken Anstieg des Zinsüberschusses, der sowohl im Gesamtjahr 2014 mit 688 Mio. € als auch im vierten Quartal mit 194 Mio. € deutlich über den entsprechenden Werten des Vorjahres lag (527 bzw. 147 Mio. €). Die für 2014 prognostizierte, zuletzt ebenfalls im November auf 650 bis 680 Mio. € angehobene Bandbreite wurde damit leicht übertroffen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 146 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio. €) und lag damit, wie prognostiziert, in der oberen Hälfte der kommunizierten Spanne von 100 bis 150 Mio. €. Das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung verlief erneut sehr erfolgreich und übertraf mit 10,7 Mrd. € (Vorjahr 10,5 Mrd. €) sowohl den Vorjahreswert als auch die von ursprünglich 8 bis 9 Mrd. € auf rund 10 Mrd. € angehobene Prognose. 

Ihre Eigenkapitalrendite (RoE) vor Steuern konnte die Aareal Bank im abgelaufenen Jahr deutlich steigern. Der RoE vor Steuern – bereinigt um den Effekt aus dem Zugangsgewinn des Corealcredit-Erwerbs – betrug 11,1 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent) und hat sich damit bereits der als mittelfristigen Zielwert angestrebten Größenordnung von rund 12 Prozent deutlich angenähert. An diesem RoE-Ziel hält die Aareal Bank auch unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Erwerb der Westdeutschen ImmobilienBank AG (WestImmo) fest. Am 22. Februar 2015 hatte sie den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Anteile des auf gewerbliche Immobilienfinanzierungen spezialisierten Instituts bekanntgegeben. Mit dem Erwerb der klar auf ihr Kerngeschäft fokussierten Pfandbriefbank, deren Portfolio eine strategiekonforme Ergänzung der eigenen Aktivitäten darstellt, nutzt die Aareal Bank eine attraktive Opportunität für eine Wert schaffende Transaktion und zum weiteren Ausbau ihrer Position in strategisch wichtigen Märkten.

An dem sehr guten Konzernergebnis des vergangenen Jahres beabsichtigt die Aareal Bank ihre Aktionäre angemessen zu beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Aareal Bank AG am 20. Mai 2015 daher eine Erhöhung der Dividende um 60 Prozent auf 1,20 € je Aktie (Vorjahr: 0,75 € je Aktie) vorschlagen. Das entspricht einer um den Zugangsgewinn aus dem Corealcredit-Erwerb bereinigten Ausschüttungsquote von gut 50 Prozent, die damit im Einklang mit der kommunizierten Dividendenpolitik steht.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolf Schumacher erklärte: „Wir blicken auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück, auf das wir stolz sein können. Wir haben nicht nur die Bankenprüfung der Europäischen Zentralbank überzeugend bestanden, die verbliebene Stille Einlage des SoFFin vollständig zurückgeführt, Zusätzliches Kernkapital am Markt platziert und die Corealcredit integriert. Wir haben zudem in einem anspruchsvollen Marktumfeld und einem zunehmend härteren Wettbewerbsumfeld unsere Marktposition weiter ausgebaut und ein exzellentes Ergebnis erwirtschaftet. Somit haben wir beste Voraussetzungen dafür geschaffen, die Aareal Bank Gruppe auf der Basis unseres bewährten Geschäftsmodells zum Nutzen aller unserer Stakeholder auch in den kommenden Jahren nachhaltig positiv weiterzuentwickeln.“

Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2014

Der Zinsüberschuss im Geschäftsjahr 2014 betrug 688 Mio. € (Vorjahr: 527 Mio. €). Unerwartet hohe Erträge aus vorzeitigen Kreditrückzahlungen, niedrige Refinanzierungskosten, ein deutlicher Anstieg des Kreditvolumens sowie stabile Margen im Kreditgeschäft wirkten sich positiv auf das Zinsergebnis aus. Belastet wurde es hingegen durch mangelnde attraktive Anlagemöglichkeiten für den Liquiditätsvorrat aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus.

Die Risikovorsorge in Höhe von 146 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio. €) setzt sich aus Einzelwertberichtigungen von 78 Mio. € und Portfoliowertberichtigungen von 68 Mio. € zusammen. Von Letzteren sind 35 Mio. € auf die Veränderung einzelner Bewertungsparameter zurückzuführen und somit ein Einmaleffekt. Darüber hinaus führte insbesondere die verhaltene konjunkturelle Entwicklung in Südeuropa zu einer Erhöhung der Portfoliowertberichtigungen.

Der Provisionsüberschuss blieb gegenüber dem Vorjahr mit 164 Mio. € (2013: 165 Mio. €) annähernd stabil.

Das Handelsergebnis, das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen sowie das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 9 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) resultierten im Wesentlichen aus der Bewertung von Derivaten, die der wirtschaftlichen Absicherung von Zins- und Währungsrisiken dienen.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 439 Mio. € (Vorjahr: 375 Mio. €) innerhalb der für das Geschäftsjahr prognostizierten Bandbreite von 430 bis 450 Mio. €. Wesentlicher Grund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist die Übernahme der Corealcredit. Zusätzlich ergaben sich im Berichtszeitraum erhöhte Projektkosten, unter anderem im Zusammenhang mit regulatorischen Maßnahmen wie der umfassenden Bankenprüfung durch die EZB.

Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2014 ein Konzernbetriebsergebnis inklusive des Einmaleffekts aus dem Erwerb der Corealcredit (154 Mio. €) in Höhe von 436 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €). Unter Berücksichtigung des durch eine Anpassung der Gesamtjahressteuerquote im vierten Quartal  gestiegenen Steueraufwands in Höhe von 101 Mio. € sowie Ergebnisanteilen Dritter
(19 Mio. €) betrug der auf die Eigentümer der Aareal Bank AG entfallende Jahresüberschuss 316 Mio. €. Nach Abzug der Nettoverzinsung der vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) noch bis Ende Oktober 2014 gehaltenen Stillen Einlage (22 Mio. €) betrug der Konzerngewinn 294 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €).

Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen erreichte die Aareal Bank Gruppe im Geschäftsjahr 2014 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 10,7 Mrd. €  (Vorjahr: 10,5 Mrd. €). Davon entfielen 60,2 Prozent auf die Erstkreditvergabe (Vorjahr: 61,6 Prozent). Das Neugeschäftsvolumen lag deutlich über dem ursprünglich avisierten Zielkorridor von 8 bis 9 Mrd. €, weil im derzeit sehr aktiven Transaktionsumfeld höher als ursprünglich erwartete Kreditrückzahlungen die Bank im Jahresverlauf zu einer Ausweitung ihrer Erstkreditvergabe veranlassten. Zudem trugen auch vorzeitige Prolongationen zu dem höher als erwartet ausgefallenen Neugeschäftsvolumen bei.

Der Zinsüberschuss belief sich auf 687 Mio. € (Vorjahr: 519 Mio. €). Unerwartet hohe Erträge aus vorzeitigen Kreditrückzahlungen, niedrige Refinanzierungskosten, ein deutlicher Anstieg des Kreditvolumens sowie stabile Margen im Kreditgeschäft wirkten sich positiv auf das Zinsergebnis aus. Belastet wurde es hingegen durch mangelnde attraktive Anlagemöglichkeiten für den Liquiditätsvorrat aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus.

Der Verwaltungsaufwand des Segments lag mit 255 Mio. € (Vorjahr: 201 Mio. €) über dem Vorjahresniveau. Wesentlicher Grund dafür ist die Übernahme der Corealcredit. Zusätzlich schlugen sich hier die bereits erwähnten erhöhten Projektkosten, unter anderem im Zusammenhang mit regulatorischen Maßnahmen wie der umfassenden Bankenprüfung durch die EZB, nieder.

Insgesamt ergab sich inklusive des Zugangsgewinns aus dem Corealcredit-Erwerb ein Betriebsergebnis im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen von 456 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 109 Mio. € ergab sich ein Segmentergebnis in Höhe von 347 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €).

Die Umsatzerlöse im Segment Consulting/Dienstleistungen blieben im Geschäftsjahr 2014 mit 185 Mio. € (Vorjahr: 187 Mio. €) annähernd stabil. Der leichte Rückgang resultiert aus der aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus deutlich gesunkenen, in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Margen aus dem Einlagengeschäft der Wohnungswirtschaft. 

Die Bedeutung des Einlagengeschäfts im Segment Consulting/Dienstleistungen geht allerdings weit über die aus den Einlagen generierte, im aktuellen Zinsumfeld unter Druck stehende Zinsmarge hinaus. Die Einlagen der Wohnungswirtschaft sind für die Aareal Bank eine strategisch wichtige, zusätzliche Refinanzierungsquelle für das Kreditgeschäft, die von den Kapitalmärkten weitgehend unabhängig ist. Neben dem deutschen Pfandbrief und ungedeckten Bankanleihen stellen sie eine wichtige Säule im langfristigen Refinanzierungsmix der Bank dar. Insbesondere hinsichtlich der regulatorischen Veränderungen betrachtet die Aareal Bank dieses Geschäft deshalb als einen besonderen Wettbewerbsvorteil.

Das Volumen der Einlagen der Wohnungswirtschaft lag im Geschäftsjahr 2014 mit durchschnittlich 8,6 Mrd. € (Vorjahr: 7,2 Mrd. €) auf einem hohen Niveau. Im vierten Quartal 2014 betrug der Durchschnitt der Einlagen 9,1 Mrd. €.

Die Umsatzerlöse der Aareon sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 Mio. € auf 178 Mio. € (Vorjahr: 173 Mio. €) gestiegen. Dabei erwirtschaftete die Aareon ein Betriebsergebnis von 26 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €).

Insgesamt ergab sich, vor allem geprägt durch die gestiegenen Belastungen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld, für das Segment Consulting/Dienstleistungen ein Betriebsergebnis von -20 Mio. € (Vorjahr: -11 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Steuern (-8 Mio. €) verbleibt ein Segmentergebnis in Höhe von -12 Mio. € (Vorjahr: -8 Mio. €).

Erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten – weiterhin solide Kapitalposition

Die Aareal Bank Gruppe hat im Geschäftsjahr 2014 ihre geplanten Refinanzierungsaktivitäten erfolgreich durchgeführt. Im Berichtszeitraum konnten insgesamt 3,9 Mrd. € an mittel- und langfristigen Mitteln am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Das Emissionsvolumen unseres ungedeckten Fremdkapitals betrug 1,1 Mrd. €, weitere 0,6 Mrd. € waren nachrangiges Fremdkapital. 1,9 Mrd. € vom Gesamtvolumen entfielen auf Hypothekenpfandbriefe. Das verdeutlicht die nach wie vor hohe Bedeutung des Pfandbriefs im Refinanzierungsmix der Aareal Bank.

Darüber hinaus hat die Aareal Bank Ende Oktober den noch verbliebenen Restbetrag der Stillen Einlage des SoFFin in Höhe von 300 Mio. € zurückgezahlt. Mitte November hat die Bank Zusätzliches Kernkapital (Additional Tier 1 - AT1) in Form von Schuldverschreibungen mit unbefristeter Laufzeit in einem Volumen von 300 Mio. € und mit einem Kupon von 7,625 Prozent begeben. Die Emission diente der weiteren Stärkung der regulatorischen Kapitalbasis der Aareal Bank.

Die Aareal Bank ist weiterhin sehr solide kapitalisiert. Die Kernkapitalquote (Tier 1) lag per 31. Dezember 2014 bei auch im internationalen Vergleich komfortablen 17,7 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET 1) würde nach Vollumsetzung Basel III pro forma 12,9 Prozent betragen.

Erläuterungen zur vorläufigen Gewinn- und Verlustrechnung des
vierten Quartals 2014

Im vierten Quartal 2014 lag das Betriebsergebnis der Aareal Bank Gruppe mit 86 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (Q4/2013: 58 Mio. €).

Nach den vorläufigen, untestierten Zahlen betrug der Zinsüberschuss im Schlussquartal 2014 194 Mio. € (Q4/2013: 147 Mio. €) und lag damit um 13 Mio. € über dem Wert des Vorquartals (181 Mio. €). Die Effekte aus den höher als erwartet ausgefallenen Kreditrückzahlungen summierten sich von Oktober bis Dezember 2014 auf 20 Mio. €, nach 13 Mio. € im vorangegangenen Dreimonats-Zeitraum.

Im vierten Quartal belief sich die Risikovorsorge auf 41 Mio. € (Q4/2013: 39 Mio. €). Der größte Teil davon entfiel auf die bereits genannte Erhöhung der Portfoliowertberichtigungen für Südeuropa.

Der Provisionsüberschuss in Höhe von 48 Mio. € lag auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals und aufgrund des traditionell starken vierten Quartals bei der Aareon um 11 Mio. € über dem Vorquartalswert (37 Mio. €).

Das Handelsergebnis, das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen sowie das Ergebnis aus Finanzanlagen summierten sich im Schlussquartal auf insgesamt 7 Mio. €, nach 1 Mio. € im Jahr zuvor.

Der Verwaltungsaufwand im Konzern betrug im vierten Quartal 114 Mio. € (Q4/2013: 99 Mio. €).

Per Saldo erwirtschaftete die Aareal Bank Gruppe im vierten Quartal ein Konzernbetriebsergebnis in Höhe von 86 Mio. € (Q4/2013: 58 Mio. €). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 39 Mio. € und Ergebnisanteilen Dritter (5 Mio. €) betrug der auf die Eigentümer der Aareal Bank entfallende Jahresüberschuss 42 Mio. €. Nach Abzug der Netto-Verzinsung der SoFFin-Einlage ergab sich ein Konzerngewinn von 35 Mio. € (Q4/2013: 27 Mio. €).

Ausblick 2015: Erneut sehr gutes Ergebnis erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Aareal Bank von einem weiterhin sehr anspruchsvollen Markt- und Wettbewerbsumfeld aus – mit einer Fortschreibung der wesentlichen Tendenzen des Vorjahres.

So dürfte sich die Weltkonjunktur auch 2015 eher verhalten entwickeln, mit allerdings weiterhin erheblichen Unterschieden zwischen den Weltregionen. Große Unsicherheit besteht insbesondere mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone und die möglichen Folgen geopolitischer Spannungen wie z.B. der Ukraine-Krise. Aufgrund der anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB dürfte sich das ausgeprägte Niedrigzinsumfeld in der Eurozone – anders als im angelsächsischen Raum, wo im Jahresverlauf mit der Einleitung einer Zinswende durch die jeweiligen Notenbanken gerechnet wird – vorläufig weiter verfestigen. Diese Entwicklung kann Marktakteure dazu verleiten, höhere Risiken einzugehen und zieht die Gefahren der Fehlallokation von Kapital nach sich. Einstweilen jedoch profitieren im aktuellen Niedrigzinsumfeld die gewerblichen Immobilienmärkte weiterhin von einem anhaltenden Zustrom von Liquidität. Die Transaktionsvolumina könnten gegenüber 2014 noch moderat zunehmen. In der Gewerbeimmobilienfinanzierung dürften sich unterdessen die Intensivierung des Wettbewerbs und der zu beobachtende Margendruck weiter fortsetzen. 

Trotz der erheblichen Unsicherheiten und zahlreicher Risikofaktoren ist die Aareal Bank Gruppe für das angelaufene Geschäftsjahr 2015 weiterhin grundsätzlich zuversichtlich gestimmt.

Der Zinsüberschuss wird angesichts eines gegenüber 2014 erhöhten Kreditvolumens – auch durch die Übernahme der WestImmo – innerhalb einer Bandbreite von 720 bis 760 Mio. € erwartet – trotz voraussichtlich geringerer vorzeitiger Kreditrückzahlungen und rückläufiger Margen im Neugeschäft.

Trotz des größeren Kreditportfolios geht die Aareal Bank erneut von einer Risikovorsorge in einer Bandbreite von 100 bis 150 Mio. € aus. Wie in den Vorjahren kann auch für das laufende Jahr eine zusätzliche Risikovorsorge für unerwartete Verluste nicht ausgeschlossen werden. Beim Provisionsüberschuss wird für 2015 eine Bandbreite von 170 bis 180 Mio. € erwartet.

Der Verwaltungsaufwand dürfte – einschließlich Einmaleffekte im Rahmen der WestImmo-Übernahme – bei 520 bis 550 Mio. € liegen.

Insgesamt sieht die Aareal Bank für das laufende Jahr gute Chancen, inklusive des Einmaleffekts (negativer Goodwill) aus dem Erwerb der WestImmo ein Konzernbetriebsergebnis von 400 bis 430 Mio. € zu erzielen. Der negative Goodwill aus der Übernahme der WestImmo wird in einer Größenordnung von rund 150 Mio. € erwartet. Der RoE vor Steuern dürfte bei rund 16 Prozent, das Ergebnis je Aktie (EpS) bei einer erwarteten Gesamtjahressteuerquote von 31,4 Prozent in der Spanne von 4,80 bis 5,20 € liegen. Bereinigt um den Einmalertrag aus dem WestImmo-Erwerb erwartet die Aareal Bank einen RoE vor Steuern bei rund 10 Prozent, das EpS dürfte in der Spanne von 2,30 bis 2,70 € liegen.

Das mittelfristige RoE-Ziel vor Steuern der Aareal Bank liegt unverändert bei rund 12 Prozent.

Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen wird für das Geschäftsjahr ein Neugeschäft in einer Bandbreite von 6 bis 7 Mrd. € angestrebt. Das im Vergleich zum Vorjahr geringer geplante Volumen berücksichtigt das durch die WestImmo-Übernahme gewachsene Kreditportfolio der Aareal Bank Gruppe.
 
Im Segment Consulting/Dienstleistungen erwartet die Aareal Bank für ihre IT-Tochter Aareon einen Ergebnisbeitrag vor Steuern von rund 27 Mio. €.

 

 

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