Aareal Bank weist Forderung von Petrus nach Neubesetzung des Aufsichtsrates zurück

Der Aufsichtsrat der Aareal Bank AG weist die Forderung von Petrus Advisers Ltd. nach einer teilweisen Neubesetzung des Gremiums zurück, da sie jeglicher Grundlage entbehrt.

Wiesbaden, 08. April 2021. Der Aufsichtsrat der Aareal Bank AG weist die Forderung von Petrus Advisers Ltd. nach einer teilweisen Neubesetzung des Gremiums zurück, da sie jeglicher Grundlage entbehrt. Wie am 31. März per Ad-hoc-Mitteilung kommuniziert, drängt der Investor auf die Neubesetzung von drei der acht Sitze der Anteilseignervertreter, darunter auch des Aufsichtsratsvorsitzes. Drei amtierende Aufsichtsratsmitglieder werden explizit zum Rücktritt aufgefordert, um zur kommenden Ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai Platz für drei von Petrus vorgeschlagene Ersatzkandidaten zu machen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Marija Korsch erklärte dazu: „Die Aufsichtsratsmitglieder haben ein Mandat zur Beratung, Überwachung und mitunternehmerischen Kontrolle des Unternehmens durch die Hauptversammlung als Souverän „für eine bestimmte Amtszeit“ und eben nicht „auf Widerruf“ erhalten. Der Aufsichtsrat ist vollbesetzt und die Amtszeit sämtlicher Mitglieder läuft. Es gibt weder rechtliche noch sonstige Gründe für eine Amtsniederlegung. Bei jedem regulären Amtszeitende auf Anteilseignerseite wird der Nominierungsausschuss – wie in der Vergangenheit – einen breiten, klar strukturierten und transparenten Kandidatensuchprozess unternehmen und wie in 2019/2020 selbstverständlich auch Anregungen wesentlicher Investoren für Kandidaten aufnehmen.“

Im Vorfeld der Hauptversammlung 2020 hatte eine ausführliche Diskussion mit sämtlichen wesentlichen Investoren, darunter auch Petrus Advisers, sowie Stimmrechtsberatern über das Kompetenzprofil des Aufsichtsrates, seine personelle Besetzung, die Ausschussstruktur sowie die Amtszeiten stattgefunden. Das Ergebnis dieser Corporate Governance-Sondierung war die Verkürzung der Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder, die Einführung gestufter Amtszeiten (sog. staggered board) sowie eine Neubesetzung des Aufsichtsrats im Sinne eines „board refreshment“. Diese sehr transparente und breit sondierte Corporate Governance-Reform hatte große Unterstützung durch die Anteilseigner in der Hauptversammlung 2020 erhalten. Die sechs seinerzeit zur Aufsichtsratswahl stehenden Kandidaten erhielten zwischen 99,68 und 99,72 Prozent der Stimmen. Dies gilt auch für die nun von Petrus zum Rücktritt aufgeforderten und erst im letzten Jahr gewählten Aufsichtsratsmitglieder.

Folglich sind in der am 6. April 2021 mit der Einladung zur diesjährigen Ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 veröffentlichten Tagesordnung aufgrund der noch laufenden Amtszeiten aller aktuellen Mandatsträger keine Wahlvorschläge der Verwaltung für den Aufsichtsrat enthalten.

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