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Stellungnahme des Aufsichtsrats der Aareal Bank zu Ergänzungsverlangen von Petrus Advisers: Ablehnung der teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates empfohlen

Wiesbaden, 10. November 2021 – Der Aufsichtsrat der Aareal Bank AG weist die vom Aktionär Petrus Advisers Investments Fund L.P. in einem Ergänzungsverlangen zur Tagesordnung der außerordentlichen (virtuellen) Hauptversammlung am 9. Dezember 2021 erhobene Forderung nach einer teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates als unbegründet zurück.

Wiesbaden, 10. November 2021 – Der Aufsichtsrat der Aareal Bank AG weist die vom Aktionär Petrus Advisers Investments Fund L.P. in einem Ergänzungsverlangen zur Tagesordnung der außerordentlichen (virtuellen) Hauptversammlung am 9. Dezember 2021 erhobene Forderung nach einer teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates als unbegründet zurück. In seiner Stellungnahme empfiehlt der Aufsichtsrat den Aktionärinnen und Aktionären daher, auf der Hauptversammlung gegen die entsprechenden Vorschläge des Ergänzungsverlangens zu stimmen.

Zu der außerordentlichen Hauptversammlung hatte die Aareal Bank am 2. November eingeladen, um – als bisher einziger Tagesordnungspunkt – über die zweite Tranche der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 1,10 Euro je Aktie abstimmen zu lassen. Das Ergänzungsverlangen des Aktionärs Petrus Advisers zielt nun auf eine Abberufung dreier Mitglieder des Aufsichtsrates, darunter auch der Aufsichtsratsvorsitzenden Marija Korsch, und die anschließende Zuwahl dreier von Petrus vorgeschlagener Ersatzkandidaten. Ein gleichlautendes Ergänzungsverlangen zur Abwahl der betreffenden Personen hatte Petrus Advisers bereits zur ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2021 erhoben. Seinerzeit hatten die Aktionäre der Aareal Bank die teilweise Neubesetzung mit großer Mehrheit abgelehnt und waren damit der entsprechenden Empfehlung des Aufsichtsrates gefolgt.

In seiner Stellungnahme zum aktuellen Ergänzungsverlangen begründet der Aufsichtsrat ausführlich, warum auch der neuerliche Versuch von Petrus Advisers, eine Abberufung von Mitgliedern des Gremiums herbeizuführen – wie schon der erste Anlauf – jeglicher Grundlage entbehrt. Es erscheine bedenklich, dass der Antragsteller den gleichen Abberufungsantrag innerhalb eines halben Jahres zweimal stelle, obwohl es keine veränderten Fakten gebe, schreibt der Aufsichtsrat in seiner Stellungnahme. Der Aufsichtsrat habe nach wie vor keine Zweifel an den umfassenden persönlichen und fachlichen Kompetenzen sowie der persönlichen Zuverlässigkeit von Frau Korsch sowie der Aufsichtsratsmitglieder Christof von Dryander und Dietrich Voigtländer, deren Abberufung Petrus Advisers ebenfalls fordert. Anhaltspunkte dafür, dass diese drei Aufsichtsratsmitglieder ihr Amt nicht beanstandungsfrei ausgeübt hätten, habe der Aktionär im Übrigen nicht vorgelegt.

Hinsichtlich des in dem Ergänzungsverlangen kritisierten Nachfolgeprozesses für den krankheitsbedingt ausgeschiedenen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Hermann J. Merkens betont der Aufsichtsrat, dieser Prozess sei rechtzeitig, fokussiert und erfolgreich vorangetrieben worden. Die Funktionsfähigkeit des Vorstandes sei währenddessen zu jedem Zeitpunkt sichergestellt gewesen. Einen von Petrus Advisers suggerierten Zusammenhang zwischen dem Nachfolgeprozess und den aktuell laufenden Gesprächen mit den an der Übernahme der Bank interessierten Finanzinvestoren sieht der Aufsichtsrat nicht. Wenn Investoren an die Bank herantreten, ist es die Pflicht des Vorstands auszuloten, ob ein mögliches Angebot im Interesse des Unternehmens und seiner Stakeholder sein könnte. Das Interesse der Finanzinvestoren belege jedoch vielmehr die Attraktivität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der Bank sowie die Tragfähigkeit der Strategie „Aareal Next Level“ der Aareal Bank Gruppe, die in allen drei Segmenten noch erhebliches Wachstumspotenzial hat. Dieses Wachstumspotenzial werde unter anderem belegt durch die beschleunigte Ausweitung des Kreditportfolios auf ca. 30 Milliarden Euro sowie die erfolgreiche Implementierung des Wertsteigerungsprogramms und der sechs bislang in 2021 abgeschlossenen M&A-Transaktionen der Aareon.

Das Ergänzungsverlangen und die Stellungnahme sind hier abrufbar und werden den Aktionären in gleicher Weise wie die Einladung zur Hauptversammlung bekanntgemacht.

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